Wanderung zu Windkraftstandorten in Herleshausen

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Wanderung zu den Windkraftstandorten in Herleshausen

Mangelnde Transparenz ist ein oft genannter Punkt bei der Diskussion um Windkraftstandorte. Auch bei den Standorten in Herleshausen führt dies zu großer Verunsicherung bei den Bürgerinnen und Bürgern.

Um dem ein wenig Abhilfe zu schaffen, lud der Verein „Bürger mit Initiative e.V.“ am Sonntag, den 22.02.2015, zu einer öffentlichen Wanderung zu den geplanten Windkraftanlagen von Waldbesitzer Prinz Alexis von Hessen ein. 28 bunt gemischte Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen sich bei bestem Wanderwetter, um sich ein Bild direkt am Ort des geplanten Geschehens zu machen.Unter Ihnen befand sich auch Dr. Rainer Wallmann, Erster Kreisbeigeordneter des Werra-Meißner-Kreises, der sich die Zeit nahm, sich zu informieren und mit den Teilnehmern zu diskuttieren.
Auch Prinz Alexis ist der Einladung gefolgt und stand geduldig für viele Fragen zur Verfügung. Und davon gab und gibt es einige. Bei dieser Gelegenheit konnte er auch einige Fehlinformationen korrigieren.

Zum Beispiel wurde deutlich, dass die Karten, die sich noch im Umlauf befinden, überhaupt nicht mehr auf dem aktuellen Stand sind. Vorgesehen waren einst sieben Windkraftanlagen am Kielforst. Jedoch wurden sowohl die Standorte als auch die Anzahl mittlerweile verändert. Es sind jetzt vier Anlagen, die in unmittelbarer Nähe von Herleshausen (mindestens 1000 Meter Abstand müssen jedoch eingehalten werden) errichtet werden sollen.

Prinz Alexis korrigierte auch eine Pressemeldung, in der es hieß, dass bereits ein Genehmigungsverfahren laufe. Derzeit werde lediglich das Genehmigungsverfahren inklusive der dafür benötigten Gutachten vorbereitet. In diesem Zusammenhang teilte er auch mit, dass bisher noch nicht feststehe, für welchen Anlagentyp sich der Investor entscheiden wird. Fest steht nur, dass es wohl Anlagen der 3MW-Klasse sind, die eine Nabenhöhe von rund 140 Metern und eine Gesamthöhe von ca. 200 Metern haben werden. Für Fragen zum Brandschutz war es noch zu früh, diese sollen aber dann im Zuge des Verfahrens, auch mit der örtlichen freiwilligen Feuerwehr, geklärt werden. Üblicherweise beschränkt sich beim Brand einer Windkraftanlage der Brandschutz auf das Umfeld der Anlage, da ein Brand in 140 Metern Höhe in der Regel mit der üblichen Ausrüstung nicht zu löschen sein wird.

Ein herzliches Dankeschön geht an dieser Stelle an Prinz Alexis von Hessen, der sich die Zeit genommen hat, um die Teilnehmer zu informieren, sich den Fragen zu stellen und den aktuellsten Stand zu vermitteln. Am Ende der Veranstaltung bleibt die Hoffnung, dass das Thema Intransparenz zumindest für diesen Standort gemildert wurde und Informationen zu den nächsten Schritten zukünftig öffentlich bekannt gegeben werden.

 

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