Vortrag über die Honigbiene und die Imkerei von Helmut Deist

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Als leidenschaftlichen Vortrag über die Honigbiene haben wir in den vergangenen Ausgaben den Vortrag von dem Herleshäuser Imker Helmut Deist angekündigt. Und dieser Ankündigung wurde er zu hunderprozent gerecht!

Angefangen mit der Geschichte der Biene, die man bereits in 50 Millionen Jahre alten Bernsteinfossilen gefunden hat, über die historische Imkerei bis zu ihrer heutigen Form zeigte er, dass sein Hobby tatsächlich auch seine Leidenschaft ist. Imponierende Zahlen berichtet er bei den allgemeinen Informationen zur Honigbiene: So staunte man, als man erfuhr, dass 5 Millionen Blütenbesuche für 3 Pfund Nektar nötig sind, aus dem dann gerademal 500 Gramm Honig entstehen! Oder, dass eine Bienenköniging in der Höchstzeit, um die Kirschenblüte, bis zu 2000 Eier pro Tag (!) legt. Erstaunlich auch, dass Bienen im Winter eine Kugel bzw. Traube im Bienestock bilden und alleine durch Muskelzucken in der Traubenmitte 30-35 Grad Celsius erzeugen, um sich und die Königin zu wärmen.

Erwähnt wurde jedoch auch, dass das aktuelle Insektensterben auch vor der Honigbiene nicht Halt macht. Und was dies für eine Kettenreaktion für uns alle bedeuten kann, sollte alle aufrütteln, sich für die kleinen, fleißigen Arbeiterinnen einzusetzen. In der industriellen Landwirtschaft ist die Biene ein echter Wirtschaftsfaktor. Sie trägt wesentlich zum Erfolg der Ernte bei. Trotzdem ist auch sie gegen Insektizide nicht immun und darauf angewiesen, genügend Vielfalt und vor allem eins zu finden: Blüten, die sie „anzapfen“ kann. Das Bestäuben macht sie dann noch ganz nebenbei!

Vielen Dank an Helmut Deist und seine Imkerkollegen für ihr Engagement und natürlich für seinen tollen Vortrag!

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